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Dach erneuern: Eindeckungen und die großen Entscheidungen

Das Dach schützt alles darunter, deshalb lohnt es sich, die Entscheidungen hier besonders gründlich zu treffen. Die Wahl der Eindeckung prägt Optik, Gewicht und Lebensdauer, und wer sowieso ans Dach geht, sollte Dämmung und Dachfenster gleich mitdenken. Hier der Überblick über die gängigen Eindeckungen.

Das gibt es, und so unterscheiden sie sich

Tondachziegel

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Der gebrannte Klassiker, der viele Dächer in der Region prägt.

  • Sehr langlebig, oft 60 bis 80 Jahre und mehr
  • Natürliches Material mit schöner Alterung, Farben bleiben dauerhaft
  • Teurer als Betondachstein
  • Einzelne Ziegel können bei Sturm oder Hagel brechen

Betondachstein

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Der preisbewusste Standard, der Tonziegeln optisch ähnelt und schwerer ist.

  • Günstiger als Ton bei ordentlicher Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren
  • Robust und in vielen Formen und Farben verfügbar
  • Oberfläche kann mit den Jahren vermoosen und die Farbe verlieren
  • Hohes Gewicht, der Dachstuhl muss es tragen können

Schiefer

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Naturstein-Eindeckung in Handarbeit, die edelste und langlebigste Variante.

  • Extrem langlebig, ein gut verlegtes Schieferdach hält Generationen
  • Zeitlose, hochwertige Optik, die den Hauswert prägt
  • Hohe Kosten für Material und die aufwendige Verlegung von Hand
  • Nur wenige Betriebe beherrschen die Deckung wirklich gut

Blech- und Trapezdach

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Metalleindeckung aus Stehfalz- oder Trapezblechen, leicht und schnell verlegt.

  • Sehr geringes Gewicht, auch für flach geneigte Dächer und leichte Dachstühle geeignet
  • Schnelle Montage großer Flächen, wenig Fugen
  • Regen und Hagel sind ohne gute Dämmung deutlich hörbar
  • Optik passt nicht in jedes Wohngebiet und nicht zu jedem Haus

Flachdach-Abdichtung

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Für Flachdächer und Garagen: Bitumenbahnen oder Kunststoffbahnen dichten die Fläche komplett ab.

  • Fläche lässt sich nutzen, etwa für Begrünung oder Photovoltaik
  • Moderne Bahnen halten bei guter Verarbeitung mehrere Jahrzehnte
  • Steht und fällt mit sauberer Verarbeitung an Anschlüssen und Durchdringungen
  • Braucht regelmäßige Kontrolle, weil stehendes Wasser Schwachstellen schneller findet

Worauf du achten solltest

  • Dämmung immer mitdenken: wenn das Dach ohnehin offen ist, kostet die Dämmung nur den Material-Aufpreis, später ein Vielfaches
  • Dachfenster gleich mitplanen, solange die Eindeckung unten ist. Nachträglicher Einbau ist möglich, aber teurer
  • Den Dachstuhl vor der Entscheidung prüfen lassen: Gewicht der neuen Eindeckung und Zustand der Balken müssen zusammenpassen
  • Auf die komplette Leistung achten: Unterspannbahn, Lattung, Anschlüsse an Kamin und Gauben entscheiden über Dichtigkeit, nicht der Ziegel allein
  • Regenrinnen und Fallrohre beim Dachprojekt gleich mit erneuern, das Gerüst steht dann sowieso
  • Wenn Photovoltaik ein Thema ist: erst Dach, dann Module. Eine Anlage auf einem alten Dach muss für die Sanierung wieder runter

Gut zu wissen

  • Faustregel für die Entscheidung Reparatur oder Neueindeckung: einzelne kaputte Ziegel und kleine undichte Stellen sind Reparaturfälle. Wenn sich Schäden häufen, die Eindeckung ihr Lebensalter erreicht hat oder die Unterspannbahn spröde ist, wird Flickwerk auf Dauer teurer als die Neueindeckung
  • Nach einem Sturm sofort dokumentieren: Fotos von allen Schäden machen, Datum notieren und lose Teile nur sichern lassen, bevor repariert wird. Diese Unterlagen brauchst du für die Meldung an deine Versicherung
  • Arbeiten auf dem Dach gehören in Profihände, allein schon wegen Absturzsicherung und Gerüst. Eine seriöse Dachfirma schaut sich das Dach von innen und außen an, bevor sie ein Angebot schreibt
  • Eine jährliche Sichtkontrolle nach dem Winter findet kleine Schäden, bevor Wasser den Weg in die Dämmung findet. Das ist die günstigste Dachpflege überhaupt
  • Bei Dämmung im Zuge der Dachsanierung gelten energetische Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz. Was für dein Dach konkret gilt, klärt der Fachbetrieb oder Energieberater
Und jetzt du

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