Dach & FassadeRatgeber · Dach & Fassade

Fassade erneuern: Welche Lösung passt zu deinem Haus?

Die Fassade schützt dein Haus vor Wetter und prägt den ersten Eindruck. Ob frischer Anstrich, neue Dämmung oder eine komplett neue Verkleidung: Hier siehst du die gängigen Wege im Vergleich, damit du im Gespräch mit dem Fachbetrieb die richtigen Fragen stellen kannst.

Das gibt es, und so unterscheiden sie sich

Anstrich und Putz erneuern

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Der Klassiker: Risse und schadhafte Stellen im Putz ausbessern, dann neu streichen oder neu verputzen.

  • Vergleichsweise überschaubarer Aufwand und schnell umgesetzt
  • Frischt die Optik deutlich auf und schützt den Untergrund
  • Guter Zeitpunkt, um kleine Schäden gleich mit zu beheben
  • Verbessert die Wärmedämmung praktisch nicht
  • Muss je nach Lage und Bewitterung nach etwa 10 bis 20 Jahren wiederholt werden

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

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Dämmplatten werden direkt auf die Außenwand geklebt und gedübelt, darüber kommt Putz und Anstrich.

  • Senkt den Heizbedarf spürbar und verbessert das Wohnklima
  • Bewährtes und weit verbreitetes System für viele Haustypen
  • Fassade wird in einem Zug gedämmt und optisch erneuert
  • Fehler bei Anschlüssen und Details können Feuchteschäden begünstigen, saubere Ausführung ist entscheidend
  • Oberfläche ist empfindlicher gegen Stöße als massives Mauerwerk
  • Wandaufbau wird dicker, Fensterbänke und Dachüberstand müssen mitgedacht werden

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

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Dämmung und Verkleidung sind getrennt, dazwischen sorgt eine Luftschicht dafür, dass Feuchtigkeit abtrocknen kann.

  • Sehr langlebig und bauphysikalisch robust, Feuchtigkeit kann gut entweichen
  • Große Gestaltungsfreiheit bei der Verkleidung, von Faserzement bis Holz
  • Gut geeignet für Wetterseiten und schwierige Untergründe
  • Deutlich höherer Material- und Montageaufwand als ein WDVS
  • Braucht eine tragfähige Unterkonstruktion und sorgfältige Planung

Klinker und Riemchen

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Echte Klinkerwand oder aufgeklebte Riemchen als wetterfeste Steinoptik, oft kombiniert mit Dämmung.

  • Extrem langlebig und nahezu wartungsfrei
  • Sehr robust gegen Schlagregen und Stöße
  • Zeitlose Optik, die den Wert des Hauses unterstreicht
  • Gehört zu den teureren Fassadenlösungen
  • Echter Klinker braucht Platz vor der Wand und ein tragfähiges Fundament

Holzverkleidung

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Fassade aus Holzprofilen, meist als hinterlüftete Konstruktion, natürlich und warm in der Ausstrahlung.

  • Natürliche, wohnliche Optik mit viel Gestaltungsspielraum
  • Nachwachsender Rohstoff, gut mit Dämmung kombinierbar
  • Beschädigte Bretter lassen sich einzeln austauschen
  • Braucht je nach Holzart und Behandlung regelmäßige Pflege
  • Vergraut ohne Anstrich, das muss man mögen oder einplanen

Worauf du achten solltest

  • Zustand des Untergrunds prüfen lassen: Hohlstellen, feuchtes Mauerwerk oder Salzausblühungen müssen vor jeder neuen Schicht behoben werden.
  • Anschlüsse sind die Schwachstellen: Fensterlaibungen, Sockel, Dachanschluss und Rollladenkästen entscheiden über die Qualität der ganzen Fassade.
  • Bei Dämmung immer das Gesamtpaket denken: Fensterbänke, Dachüberstand und eventuell die Fenster selbst hängen mit dran.
  • Referenzen zeigen lassen: Ein Fachbetrieb, der ähnliche Häuser in der Region gemacht hat, kennt die typischen Fallstricke.
  • Angebote vergleichbar machen: Gleiche Dämmstärke, gleiches System und gleiche Nebenarbeiten, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
  • Gerüst, Entsorgung und Nebenarbeiten sollten im Angebot ausgewiesen sein, damit später keine Überraschungen kommen.

Gut zu wissen

  • Algen und Grünbelag auf der Fassade sind meist ein optisches Thema und kein Baumangel. Besonders Nordseiten und gedämmte Fassaden sind anfällig, eine Reinigung und ein geeigneter Anstrich helfen.
  • Feine Haarrisse im Putz sind oft harmlos. Risse, die breiter werden, versetzt verlaufen oder sich öffnen, solltest du beobachten und im Zweifel von einem Fachmann anschauen lassen.
  • Wenn du größere Flächen neu verputzt oder die Fassade sanierst, kann das Gebäudeenergiegesetz Anforderungen an die Dämmung auslösen. Was genau für dein Haus gilt, klärt ein Energieberater oder dein Fachbetrieb.
  • Für Fassadendämmung gibt es staatliche Förderprogramme. Wichtig: Der Antrag muss in der Regel vor der Beauftragung gestellt werden. Ein Energieberater sagt dir, was für dein Vorhaben in Frage kommt.
Und jetzt du

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Sag uns kurz, worum es geht. Antwort spätestens am nächsten Werktag.