Komplett-Sanierung: Die großen Bausteine im Überblick
Ein älteres Haus rundum auf Stand bringen: Das ist selten ein einzelnes Projekt, sondern ein Zusammenspiel aus mehreren Gewerken. Hier bekommst du einen Überblick über die großen Sanierungs-Bausteine, die sinnvolle Reihenfolge und die rechtlichen Punkte, die du früh klären solltest.
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Das gibt es, und so unterscheiden sie sich
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Bad-Sanierung
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Das Bad wird bis auf den Rohbau erneuert, von Leitungen und Abdichtung bis zu Fliesen und Sanitärobjekten.
+Großer Gewinn an Komfort und Wohnwert im Alltag
+Guter Zeitpunkt für barrierearme Lösungen wie eine bodengleiche Dusche
+Alte Leitungen und Abdichtungen werden gleich mit erneuert
−Mehrere Gewerke müssen sauber getaktet werden, das Bad ist wochenlang nicht nutzbar
−Überraschungen hinter alten Fliesen sind keine Seltenheit
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Energetische Sanierung
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Dämmung, Fenster und Heizung werden aufeinander abgestimmt erneuert, damit das Haus weniger Energie braucht.
+Senkt die laufenden Energiekosten dauerhaft
+Steigert Wohnkomfort und Wert des Hauses
+Für viele Maßnahmen gibt es staatliche Förderung
−Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept können sich gegenseitig behindern, etwa neue Fenster in ungedämmter Wand
−Größere Investition, die gut geplant sein will
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Elektrik erneuern
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Leitungen, Verteilung und Absicherung werden auf den heutigen Stand gebracht, inklusive ausreichend Steckdosen und Reserven.
+Sicherheit: moderne Absicherung mit Fehlerstromschutz schützt Menschen und Haus
+Genug Stromkreise und Anschlüsse für heutige Technik, von Küche bis Wallbox-Vorbereitung
−Wände müssen geschlitzt werden, das bedeutet Schmutz und anschließend Malerarbeiten
−Im bewohnten Haus nur abschnittsweise machbar
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Wasserleitungen erneuern
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Alte Trinkwasser- und Abwasserleitungen werden gegen neue Rohre getauscht, bevor sie zum Schadensfall werden.
+Beugt Wasserschäden und Rohrbrüchen vor
+Bessere Wasserqualität und voller Druck, gerade bei alten Stahlrohren spürbar
+Sinnvoll kombinierbar mit Bad-Sanierung und Heizungstausch
−Leitungen liegen in Wänden und Böden, ohne Öffnen geht es nicht
−Der Zustand alter Leitungen zeigt sich oft erst beim Öffnen
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Kernsanierung
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Das Haus wird bis auf die tragende Substanz zurückgebaut und komplett neu aufgebaut, quasi ein Neubau in alter Hülle.
+Alles aus einem Guss: Grundriss, Technik und Energiestandard wie beim Neubau
+Alle versteckten Altlasten werden sichtbar und behoben
+Maximale Wertsteigerung der Immobilie
−Größtes Budget, längste Bauzeit, Haus ist währenddessen unbewohnbar
−Braucht professionelle Planung und Bauleitung, sonst laufen Kosten und Termine davon
−Bei tragenden Eingriffen sind Statiker und oft auch das Bauamt gefragt
Worauf du achten solltest
Erst das Gesamtbild, dann die Einzelmaßnahme: Eine Bestandsaufnahme von Substanz, Technik und Energiezustand verhindert, dass du doppelt baust.
Reihenfolge der Gewerke beachten: Grob gilt erst Rohbau und Leitungen, dann Dämmung und Fenster, dann Heizung, zum Schluss Oberflächen wie Putz, Boden und Maler.
Sobald tragende Wände verändert werden, gehört ein Statiker dazu. Ob zusätzlich eine Baugenehmigung nötig ist, klärt der Architekt oder das Bauamt für dein Haus.
Förderfragen vor der Beauftragung klären: Wer erst den Vertrag unterschreibt und dann den Antrag stellt, verschenkt in der Regel die Förderung.
Puffer einplanen: Bei Sanierungen im Bestand tauchen fast immer unvorhergesehene Punkte auf, ein finanzieller und zeitlicher Puffer nimmt den Druck raus.
Feste Ansprechpartner vereinbaren: Bei mehreren Gewerken braucht es jemanden, der koordiniert, egal ob Architekt, Bauleiter oder ein Betrieb mit Gesamtverantwortung.
Gut zu wissen
Baugenehmigung: Reine Instandhaltung ist meist genehmigungsfrei. Anders kann es aussehen bei Eingriffen in tragende Wände, bei Anbauten oder wenn sich die Nutzung ändert, etwa Scheune zu Wohnraum. Was für dein Vorhaben gilt, klären Architekt, Statiker oder das Bauamt vor Ort.
Denkmalschutz: Steht dein Haus unter Denkmalschutz oder in einem geschützten Ensemble, brauchst du für viele Maßnahmen eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Frag dort vor der Planung nach, das erspart teure Umplanungen.
Gebäudeenergiegesetz: Nach einem Eigentümerwechsel können Nachrüstpflichten greifen, zum Beispiel bei der Dämmung der obersten Geschossdecke oder bei sehr alten Heizkesseln. Welche Fristen und Pflichten dein Haus betreffen, klärt ein Energieberater.
Förderung: Für energetische Maßnahmen gibt es Programme von BAFA und KfW, teils als Zuschuss, teils als Kredit. Wichtig ist der Antrag vor der Beauftragung. Ein Energieberater kennt die aktuellen Bedingungen und begleitet oft auch den Antrag.
Alles Rechtliche hier ist eine erste Orientierung, kein Ersatz für die Prüfung deines Einzelfalls. Verbindliche Auskünfte geben Bauamt, Denkmalbehörde, Architekt und Energieberater für dein konkretes Haus.
Und jetzt du
Genug gelesen? Wir kümmern uns.
Sag uns kurz, worum es geht. Antwort spätestens am nächsten Werktag.