Küche planen: die Entscheidungen, die wirklich zählen
Eine neue Küche ist mehr als schöne Fronten. Die großen Weichen stellst du beim Kochfeld und bei der Arbeitsplatte, denn beides nutzt du jeden Tag und beides tauschst du später nur mit Aufwand. Hier siehst du die wichtigsten Varianten im Vergleich, damit du im Küchenstudio oder beim Schreiner die richtigen Fragen stellst.
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Das gibt es, und so unterscheiden sie sich
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Induktionskochfeld
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Kochfeld-Art: erhitzt den Topfboden direkt über ein Magnetfeld, die Platte selbst bleibt vergleichsweise kühl.
+Sehr schnell und präzise regelbar, fast wie Gas
+Sicher und leicht zu reinigen, weil Übergekochtes kaum einbrennt
−Braucht induktionsgeeignete Töpfe mit magnetischem Boden
−In der Anschaffung teurer als klassisches Ceran
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Cerankochfeld (Strahlung)
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Kochfeld-Art: klassische Glaskeramik mit Heizspiralen darunter, der Standard in vielen Bestandsküchen.
+Günstig in der Anschaffung und mit jedem Topf nutzbar
+Bewährte, robuste Technik
−Reagiert träge beim Hoch- und Runterschalten
−Restwärme bleibt lange, Eingebranntes ist mühsam zu entfernen
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Gaskochfeld
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Kochfeld-Art: offene Flamme mit sofortiger Hitze, beliebt bei ambitionierten Köchen.
+Hitze sofort da und sichtbar dosierbar
+Funktioniert mit jedem Topf und Wok
−Braucht einen Gasanschluss und darf nur vom Fachbetrieb angeschlossen werden
−Aufwendiger zu reinigen als glatte Glasflächen
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Arbeitsplatte Laminat (Schichtstoff)
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Arbeitsplatten-Material: beschichtete Spanplatte, die es in fast jeder Optik gibt.
+Günstig und in riesiger Dekor-Auswahl erhältlich, auch in Holz- und Steinoptik
+Pflegeleicht im Alltag
−Empfindlich an den Kanten, Feuchtigkeit kann eindringen und die Platte aufquellen lassen
−Kratzer und Brandflecken lassen sich nicht ausbessern
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Arbeitsplatte Massivholz
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Arbeitsplatten-Material: echtes Holz, das mit den Jahren Charakter bekommt.
+Warme, natürliche Optik und angenehme Haptik
+Kratzer lassen sich abschleifen und nachölen
−Braucht regelmäßige Pflege mit Öl
−Empfindlich gegen stehende Nässe rund um die Spüle
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Arbeitsplatte Naturstein oder Keramik
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Arbeitsplatten-Material: Granit, Quarzkomposit oder Keramikplatte für die langlebigste Lösung.
+Extrem robust gegen Hitze, Kratzer und Flecken
+Wertige Optik, die über Jahrzehnte hält
−Deutlich höherer Preis und langes Aufmaß nötig, weil millimetergenau gefertigt wird
−Sehr schwer, nachträgliche Änderungen sind kaum möglich
Worauf du achten solltest
Starkstrom für Herd und Backofen sowie Gasanschlüsse schließt immer ein Fachbetrieb an, das ist keine Bastelarbeit
Vor der Bestellung ein sauberes Aufmaß machen lassen: schiefe Wände, Heizkörper, Fenstergriffe und Steckdosen entscheiden über Zentimeter
Backofen in Augenhöhe einplanen statt unter dem Kochfeld, das schont den Rücken und ist beim Einbau kaum teurer
Arbeitsablauf beachten: Kühlschrank, Spüle und Kochfeld sollten ein kurzes Dreieck bilden, dann läufst du dich nicht müde
Auszüge statt Schranktüren wählen, wo es geht: du kommst an alles heran, ohne zu knien
Beleuchtung der Arbeitsflächen gleich mitplanen, nachträglich verlegte Leitungen sind teuer
Gut zu wissen
Bei den Geräten lohnt sich Qualität dort, wo du täglich dran bist: Kochfeld, Backofen und Geschirrspüler nutzt du jeden Tag, die Zweitschublade nicht
Der Geräte-Einbau gehört in geübte Hände: falsch eingebaute Geschirrspüler sind eine der häufigsten Ursachen für Wasserschäden in der Küche
Fronten machen die Optik, aber der Korpus und die Beschläge machen die Lebensdauer. Frag nach der Qualität der Scharniere und Auszüge
Eine gute Küche lebt 15 bis 25 Jahre. Rechne den Aufpreis für die bessere Arbeitsplatte auf diese Zeit um, dann relativiert er sich oft
Wenn Wasser- oder Stromanschlüsse verlegt werden müssen, plane das vor der Küchenbestellung mit dem Fachbetrieb, nicht danach
Und jetzt du
Genug gelesen? Wir kümmern uns.
Sag uns kurz, worum es geht. Antwort spätestens am nächsten Werktag.